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Data Warehouse

Ein Data Warehouse ist eine zentrale Datenbank, die Daten aus mehreren Quellsystemen sammelt, vereinheitlicht und für Auswertungen bereitstellt. Es trennt das Berichtswesen vom operativen Tagesgeschäft: Analysen laufen auf dem Warehouse, die Quellsysteme bleiben entlastet. Im SAP-Umfeld übernehmen SAP BW und SAP Datasphere diese Aufgabe.
Definition

Was ist Data Warehouse?

Der Weg der Daten folgt dem ETL-Prinzip: extrahieren, transformieren, laden. Ladeprozesse holen Daten periodisch oder in Echtzeit aus ERP, CRM oder Produktionssystemen. Transformationen vereinheitlichen Formate, Währungen und Schlüssel, ein Kunde bekommt über alle Systeme hinweg dieselbe Nummer. Anschließend liegen die Daten historisiert in Schichten: ein Eingangsbereich für Rohdaten, ein harmonisierter Kern, darauf fachbezogene Data Marts für Vertrieb, Einkauf oder Finanzen. Berichte und Dashboards greifen auf diese obersten Schichten zu.

Vom Data Lake unterscheidet sich das Warehouse durch Struktur: Daten werden schon beim Beladen modelliert und geprüft, Auswertungen liefern deshalb verlässliche, wiederholbare Ergebnisse. Der Lake speichert Rohdaten günstig und flexibel, verlangt die Strukturierung aber erst bei der Analyse. Moderne Plattformen kombinieren beides, SAP etwa mit Datasphere und der Business Data Cloud. Ein eigenes Warehouse braucht, wer Kennzahlen über Systemgrenzen konsistent halten will oder Berichtslasten von den operativen Systemen fernhalten muss.

Die Projekterfahrung: Technik ist selten der Engpass, Datenqualität fast immer. Fehlende Pflege in den Quellsystemen wird im Warehouse sichtbar, beheben lässt sie sich nur an der Quelle. Ebenso wichtig ist die Historisierung, also die Frage, welche Änderungen wie lange nachvollziehbar bleiben. Nachträglich lässt sich Historie kaum rekonstruieren. Und ohne klare Verantwortliche je Datendomäne verwildert jedes Warehouse. Ein tragfähiges Betriebsmodell gehört deshalb von Anfang an ins Projekt, gleichrangig mit der Architektur.

Funktionen
Vorteile
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Grenzen
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FAQ

Häufige Fragen zu Data Warehouse

Was ist der Unterschied zwischen Data Warehouse und Datenbank?
Jedes Data Warehouse ist technisch eine Datenbank, aber mit anderem Zweck. Operative Datenbanken sind auf viele kleine Schreibvorgänge optimiert, etwa Aufträge und Buchungen. Ein Warehouse ist auf große Lesezugriffe ausgelegt: Millionen Zeilen aggregieren, Jahre vergleichen. Dazu kommen Historisierung und die Zusammenführung mehrerer Quellen, die eine einzelne operative Datenbank so nicht leistet.
Braucht ein Unternehmen mit S/4HANA noch ein Data Warehouse?
Für Auswertungen innerhalb des Systems oft nicht, S/4HANA bringt Embedded Analytics mit. Ein Warehouse wird nötig, sobald Daten aus mehreren Systemen zusammenlaufen, lange Historien gefragt sind oder schwere Analysen das operative System bremsen würden. Auch Konzernkonsolidierung und externe Datenquellen sprechen für die eigene Analyseschicht.
Data Warehouse oder Data Lake: Was passt wann?
Ein Warehouse passt für strukturierte Unternehmensdaten und verlässliches Standard-Reporting. Ein Lake passt für Rohdaten, Sensorik, Logs und Data-Science-Experimente. Viele Architekturen kombinieren beides: Der Lake sammelt günstig, das Warehouse liefert geprüfte Kennzahlen. Entscheidend ist weniger die Technologie als die Frage, wer die Daten wofür nutzt und welche Qualität dafür nötig ist.

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Gabriele Görtz, Head of Sales & Growth
Gabriele Görtz
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