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ODS-Objekte

ODS-Objekte (Operational Data Store) waren im klassischen SAP BW die Speicherbausteine für granulare, belegnahe Daten. Sie nahmen Daten aus den Quellsystemen auf, erlaubten das gezielte Überschreiben einzelner Datensätze und bildeten die Basisschicht der Datenmodelle. Ihre Nachfolger heißen DataStore-Objekte (DSO) und in BW/4HANA aDSO.
Definition

Was ist ODS-Objekte?

Ein ODS-Objekt speicherte Daten auf Belegebene in transparenten Tabellen: Aktivierungsqueue, Tabelle der aktiven Daten und Changelog. Der entscheidende Unterschied zum InfoCube lag im Schlüssel: Datensätze ließen sich gezielt aktualisieren, Stornos und Statuswechsel kamen korrekt an. Deshalb bildeten ODS-Objekte die Eingangs- und Harmonisierungsschicht, während InfoCubes darüber verdichtete, auf Auswertung optimierte Strukturen lieferten. Das Changelog versorgte nachgelagerte Ziele mit Delta-Informationen und hielt die Ladeketten schlank.

Der Begriff selbst ist Geschichte: Mit SAP BW 7.0 benannte SAP die Objekte in DataStore-Objekte (DSO) um, funktional blieb zunächst alles beim Bewährten. In SAP BW/4HANA verschmolzen DSO und InfoCube dann zum Advanced DataStore-Objekt (aDSO), dem einzigen Speicherbaustein des neuen Systems. Wer heute noch von ODS-Objekten spricht, arbeitet also mit einem klassischen BW-Release oder mit Dokumentation aus dieser Zeit. Für das Verständnis alter Datenflüsse bleibt das Wissen trotzdem nützlich.

Für laufende Systeme heißt das: Bestehende ODS- und DSO-Modelle funktionieren weiter, jede Modernisierung führt aber über ihre Ablösung. Bei einer Konvertierung nach BW/4HANA wandelt das Transfer-Cockpit klassische Objekte in aDSOs um. Eigenlogik in Transformationen und alte 3.x-Datenflüsse brauchen Handarbeit. Wer dagegen Richtung SAP Datasphere zieht, baut die Basisschicht dort neu auf oder übernimmt Kernbestandteile über die BW Bridge. In beiden Fällen lohnt vorab eine Nutzungsanalyse, die tote Objekte aussortiert.

Funktionen
Vorteile
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Grenzen
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FAQ

Häufige Fragen zu ODS-Objekte

Sind ODS-Objekte und DataStore-Objekte dasselbe?
Im Kern ja. SAP hat ODS-Objekte in DataStore-Objekte (DSO) umbenannt und später funktional erweitert. In BW/4HANA ging das Konzept im Advanced DataStore-Objekt (aDSO) auf, das zusätzlich die Aufgaben der InfoCubes übernahm. Ältere Dokumentation verwendet die Begriffe je nach Release unterschiedlich, gemeint ist dieselbe Objektfamilie.
Was passiert mit ODS-Objekten bei der Migration nach BW/4HANA?
BW/4HANA kennt nur noch aDSOs. Klassische ODS- und DSO-Objekte werden bei der Konvertierung mit SAP-Werkzeugen in aDSOs überführt, inklusive der Daten. Aufwand entsteht bei alten 3.x-Datenflüssen, bei Eigenprogrammierung in Routinen und bei Objekten, die das Transfer-Werkzeug nicht automatisch umsetzen kann. Eine Vorab-Analyse zeigt, wie hoch dieser Anteil im eigenen System ist.
Lohnt es sich, ein BW mit ODS-Objekten noch zu modernisieren?
Offen ist meist die Richtung. Ein klassisches BW auf alten Objekten bleibt lauffähig, bekommt aber keine neuen Funktionen. Wer langfristig on-premise plant, konvertiert nach BW/4HANA. Wer in die Cloud will, prüft SAP Datasphere und die Business Data Cloud. Beide Wege starten mit derselben Bestandsaufnahme, die sich deshalb in jedem Fall lohnt.

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Gabriele Görtz, Head of Sales & Growth
Gabriele Görtz
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