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KPI: Key Performance Indicator

Ein KPI (Key Performance Indicator) ist eine Kennzahl, die den Erfolg eines Unternehmens, Prozesses oder Teams an einem definierten Ziel misst. Beispiele sind Liefertreue, Umsatzrendite oder Erstlösungsquote im Service. KPIs verdichten komplexe Abläufe auf steuerbare Werte und bilden die Grundlage für Dashboards und Berichte.
Definition

Was ist KPI: Key Performance Indicator?

Ein KPI besteht aus mehr als einem Namen. Zur Definition gehören Berechnungsformel, Datenquelle, Bezugszeitraum, Zielwert und Verantwortlicher. Liefertreue etwa: der Anteil der Auftragspositionen, die zum bestätigten Termin vollständig geliefert wurden, gemessen je Monat, mit festgelegtem Zielwert und der Logistikleitung als Verantwortlicher. Erst diese Präzision macht Werte vergleichbar, über Standorte, Monate und Systeme hinweg. Im SAP-System liegen die Rohdaten dafür meist schon vor, in Aufträgen, Lieferungen und Buchungen.

KPIs unterscheiden sich von einfachen Kennzahlen durch den Zielbezug. Der Lagerbestand in Euro ist eine Kennzahl. Zum KPI wird er als Bestandsreichweite mit Zielkorridor, an dem Einkauf und Disposition gemessen werden. Sinnvoll ausgewählt sind KPIs, wenn sie an den Unternehmenszielen hängen und der Verantwortliche sie beeinflussen kann. Eine Handvoll gut definierter Werte je Bereich steuert besser als vierzig Messgrößen, die niemand mehr hinterfragt und die in Berichten nur Platz füllen.

In Reporting-Projekten kostet die KPI-Abstimmung regelmäßig mehr Zeit als die Technik. Typischer Fall: Vertrieb und Controlling berechnen Umsatz unterschiedlich, einmal mit, einmal ohne Gutschriften. Solche Differenzen müssen vor dem Dashboard-Bau entschieden werden, sonst produziert jede Auswertung Diskussionen über Zahlen statt über Maßnahmen. Bewährt hat sich ein zentrales Kennzahlen-Glossar mit Formel, Quelle und Verantwortlichem je KPI, gepflegt wie ein Stück Software: mit Änderungsprozess und Versionierung.

Funktionen
Vorteile
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Grenzen
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FAQ

Häufige Fragen zu KPI: Key Performance Indicator

Was ist der Unterschied zwischen KPI und Kennzahl?
Jeder KPI ist eine Kennzahl, aber mit Zielbezug und Verantwortlichem. Kennzahlen beschreiben Zustände, etwa Bestand oder Durchlaufzeit. Ein KPI verknüpft die Messgröße mit einem Zielwert und einer Person oder Rolle, die für die Erreichung einsteht. Ohne diese Verbindlichkeit bleibt eine Zahl reine Information und steuert nichts.
Wie viele KPIs braucht ein Unternehmen?
Weniger, als die meisten Berichtslandschaften enthalten. Je Führungsebene und Bereich haben sich rund fünf bis zehn Werte bewährt, verbunden in einem Kennzahlensystem, das Ursache und Wirkung abbildet. Wichtiger als die Anzahl ist die Konsequenz: Jeder KPI braucht Ziel, Verantwortlichen und eine feste Routine, in der Abweichungen besprochen werden.
Woher kommen die Daten für KPIs im SAP-System?
Aus den operativen Belegen: Aufträge, Lieferungen, Rechnungen, Buchungen. S/4HANA stellt viele Werte direkt über Embedded Analytics bereit. Sobald KPIs mehrere Systeme übergreifen oder lange Historien brauchen, kommt eine Analyseschicht wie SAP BW oder SAP Datasphere dazu, die die Daten harmonisiert und die Berechnung zentral verankert.

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Gabriele Görtz, Head of Sales & Growth
Gabriele Görtz
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