Pioneering the next step.
SAP Gold Partner

SAP-Wiki

Business Partner (CVI)

Der Business Partner ist das einheitliche Datenobjekt für Kunden, Lieferanten und weitere Geschäftspartner in SAP S/4HANA. Die Customer-Vendor-Integration, kurz CVI, verknüpft dabei die klassischen Debitoren- und Kreditorenstammsätze aus SAP ECC mit dem neuen Business-Partner-Modell. Ohne diese Umstellung läuft keine S/4HANA-Conversion.
Definition

Was ist Business Partner?

Der Business Partner ersetzt in SAP S/4HANA die getrennten Stammdatenobjekte für Debitoren und Kreditoren aus SAP ECC durch ein einheitliches Datenmodell. Eine Person oder Firma erhält damit einen einzigen Business Partner, der je nach Rolle gleichzeitig als Kunde und als Lieferant auftreten kann. Die Customer-Vendor-Integration, kurz CVI, ist der technische Mechanismus, der bestehende Debitoren- und Kreditorenstammsätze mit dem neuen Business-Partner-Objekt synchron hält.

Relevant ist das Thema für jedes Unternehmen, das von SAP ECC nach S/4HANA wechselt, per Brownfield-Conversion, Selective Data Transition oder Neueinführung. Der Systemkontext betrifft Stammdatenverantwortliche, Vertrieb, Einkauf und Finanzbuchhaltung gleichermaßen, weil alle diese Bereiche mit Kunden- und Lieferantendaten arbeiten. Die CVI-Umstellung zählt zu den frühen Pflichtaufgaben jeder S/4HANA-Umstellung und läuft in der Regel Monate vor dem eigentlichen Cutover-Wochenende.

Der Ablauf beginnt mit einer Bereinigung der bestehenden Debitoren- und Kreditorenstammsätze, gefolgt von der technischen CVI-Synchronisation, die für jeden Stammsatz einen passenden Business Partner anlegt oder verknüpft. Häufige Stolperstellen: doppelte oder unvollständige Stammdaten, die vor der Synchronisation bereinigt werden müssen, sowie Eigenentwicklungen, die noch auf die alten Debitoren- und Kreditorentabellen zugreifen. Wer die CVI-Umstellung unterschätzt, riskiert Verzögerungen kurz vor dem geplanten Go-live.

Funktionen

Wie funktioniert Business Partner?

Technisch legt die Customer-Vendor-Integration für jeden bestehenden Debitor und Kreditor einen Business Partner an und verknüpft beide Objekte über eine feste Zuordnungstabelle. Änderungen an Adresse, Bankverbindung oder Steuerdaten laufen danach synchron in beide Richtungen, sodass Debitoren-, Kreditoren- und Business-Partner-Sicht dieselben Werte zeigen. Rollen steuern dabei, welche Funktionen ein Business Partner ausübt, etwa als Kunde, Lieferant, Mitarbeiter oder Ansprechpartner.

Im Zusammenspiel mit Nachbarmodulen ist der Business Partner Voraussetzung für Buchungen im Universal Journal, weil jede Rechnung oder Zahlung einen gültigen Business Partner referenziert. Auch Instandhaltungsprozesse in SAP PM und Serviceprozesse in SAP CS greifen auf Business-Partner-Daten zu, etwa für Ansprechpartner oder Equipment-Zuordnungen. Wer Materialstämme, Stücklisten oder MRP-Läufe mit Lieferantendaten verknüpft, tut dies ebenfalls über das Business-Partner-Modell.

Vorteile
Ein Datensatz pro Partner

Kunde und Lieferant derselben Firma teilen sich einen Business Partner statt zweier getrennter Stammsätze. Das reduziert Pflegeaufwand und Inkonsistenzen.

Rollenbasiert erweiterbar

Neue Rollen wie Ansprechpartner oder Interessent lassen sich demselben Business Partner hinzufügen, ohne neue Stammdatenobjekte anzulegen.

Grundlage für S/4HANA-Prozesse

Ohne sauberen Business Partner laufen weder Finanzbuchungen im Universal Journal noch viele Fiori-Apps korrekt. Die Umstellung schafft die Basis für alles Weitere.

Bessere Datenqualität als Nebeneffekt

Die Pflichtbereinigung vor der CVI-Synchronisation deckt Dubletten und veraltete Stammdaten auf, die vorher oft jahrelang unbemerkt blieben.

Grenzen
Pflichtaufgabe, kein Kürzen möglich

Die CVI-Umstellung lässt sich bei keiner S/4HANA-Umstellung überspringen. Wer sie auf die lange Bank schiebt, verzögert das gesamte Projekt.

Stammdatenbereinigung kostet Zeit

Gewachsene, unsaubere Debitoren- und Kreditorendaten brauchen vor der Synchronisation manuelle Nacharbeit, die im Projektplan oft zu knapp bemessen ist.

Eigenentwicklungen betroffen

Programme mit direktem Zugriff auf klassische Debitoren- und Kreditorentabellen müssen vor der Umstellung geprüft und teils angepasst werden.

Organisatorische Klärung nötig

Wer im Unternehmen künftig für welche Business-Partner-Rolle zuständig ist, muss vor dem Go-live geklärt sein, sonst entstehen Pflegelücken im Betrieb.

FAQ

Häufige Fragen zu Business Partner (CVI)

Kann ich die CVI-Umstellung bei einer S/4HANA-Conversion überspringen?
Nein. Ohne abgeschlossene CVI-Synchronisation lässt sich kein SAP-ECC-System technisch nach S/4HANA konvertieren, weil das Zielsystem zwingend Business Partner statt getrennter Debitoren und Kreditoren voraussetzt. Der Software Update Manager prüft diese Voraussetzung vor dem Konvertierungslauf. Deshalb gehört die Umstellung an den Anfang der Projektplanung, mit ausreichend Puffer vor dem Cutover.
Wie lange dauert die Business-Partner-Umstellung?
Das hängt stark von der Stammdatenqualität und der Zahl der Stammsätze ab. Saubere, gepflegte Landschaften sind in wenigen Wochen synchronisiert. Stark gewachsene Datenbestände mit Dubletten, unvollständigen Adressen und veralteten Einträgen brauchen dagegen mehrere Monate Bereinigung, bevor die eigentliche Synchronisation starten kann. Eine frühe Datenanalyse liefert die belastbare Schätzung.
Verändert sich für Anwender im Tagesgeschäft etwas?
Ja, moderat. Statt getrennter Transaktionen für Debitoren und Kreditoren arbeiten Anwender künftig über die Business-Partner-Transaktion, mit denselben fachlichen Daten in neuer Oberfläche. Die Rollenlogik des Business Partners braucht eine kurze Einweisung, danach läuft die Stammdatenpflege für die meisten Anwender sogar einfacher, weil eine Firma nur noch einen Datensatz hat.
Was passiert mit alten Debitoren- und Kreditorentabellen nach der Umstellung?
Sie bleiben technisch bestehen und werden über die CVI-Synchronisation aktuell gehalten. Neue Stammdaten werden im Business Partner angelegt und automatisch in die klassischen Tabellen gespiegelt, damit ältere Programme und Schnittstellen weiter funktionieren. Eigenentwicklungen sollten trotzdem mittelfristig auf das Business-Partner-Modell umgestellt werden, um Altabhängigkeiten abzubauen.
Warum gilt Business Partner als Pflicht-Vorprojekt?
Weil das Universal Journal und viele weitere S/4HANA-Prozesse zwingend einen gültigen Business Partner referenzieren. Ohne CVI-Synchronisation lassen sich Finanzbelege im Zielsystem nicht korrekt buchen, und die Conversion bleibt technisch blockiert. Wer die Umstellung früh startet, entkoppelt sie vom Zeitdruck des Hauptprojekts und kann Stammdaten in Ruhe bereinigen.

Ihr Kontakt

Gabriele Görtz, Head of Sales & Growth
Gabriele Görtz
Head of Sales & Growth

Sprechen Sie mit uns.

Ein Erstgespräch dauert 30 Minuten. Sie können auch direkt mit einem konkreten Thema kommen. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns.
Willkommen bei der CPRO Gruppe

Ihr bisheriger Anbieter ist jetzt CPRO. Sie wurden automatisch auf unsere neue Website weitergeleitet. Für Sie ändert sich nur der Markenauftritt: Ihre Verträge behalten ihre Gültigkeit, Ihre Ansprechpartner und die Gesellschaft als Ihr Vertragspartner bleiben unverändert. Wir freuen uns, Sie hier begrüßen zu dürfen!