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IDM: Identity Management

Identity Management (IDM) bezeichnet die systematische Verwaltung digitaler Identitäten, vom Anlegen über die Änderung bis zur Deaktivierung von Benutzerkonten samt Zugriffsrechten. Im SAP-Umfeld übernahm das lange SAP Identity Management als eigenständiges Produkt. Heute setzt SAP für Cloud-Landschaften auf SAP Cloud Identity Services, aufgeteilt in Authentifizierung und Provisioning.
Definition

Was ist IDM: Identity Management?

Identity Management umfasst das Anlegen, Ändern und Deaktivieren von Benutzerkonten sowie die Vergabe passender Zugriffsrechte über alle angebundenen Systeme hinweg. Im SAP-Kontext bedeutet das häufig automatisierte Provisionierungs-Workflows, ausgelöst durch HR-Ereignisse: Eine Neueinstellung erzeugt automatisch die passenden Konten in SAP- und Nicht-SAP-Systemen, jede Änderung wird protokolliert, damit sich im Nachhinein lückenlos nachvollziehen lässt, wer wann welchen Zugriff erhalten hat, ein Nachweis, der bei IT-Prüfungen regelmäßig gefragt ist.

SAP bot dafür lange SAP Identity Management (SAP IDM) als eigenständiges On-Premise-Produkt an, technisch eng an SAP NetWeaver angebunden und oft mit dem Enterprise Portal sowie den klassischen PFCG-Berechtigungsrollen verzahnt. Für Cloud-Landschaften setzt SAP inzwischen auf SAP Cloud Identity Services, aufgeteilt in Identity Authentication für Anmeldung und Single Sign-on sowie Identity Provisioning für die Konto-Lebenszyklen, beide betrieben auf der SAP BTP.

Eine Migration von klassischem SAP IDM zu SAP Cloud Identity Services beginnt mit der Erfassung aller angebundenen Zielsysteme und Provisionierungsregeln, weil gewachsene IDM-Landschaften über Jahre Regeln ansammeln, die niemand mehr hinterfragt. Ein typischer Fehler: Alte, oft zu großzügige Rollenkonzepte werden unverändert übernommen, statt sie im Zuge der Migration zu bereinigen. Der Wechsel ist deshalb ein guter Anlass für eine parallele Prüfung der SAP-Berechtigungen.

Funktionen
Vorteile
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Grenzen
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FAQ

Häufige Fragen zu IDM: Identity Management

Ist SAP Identity Management (IDM) noch zukunftsfähig?
SAP konzentriert die Weiterentwicklung auf SAP Cloud Identity Services, klassisches On-Premise-IDM bekommt keine neuen Funktionen mehr. Wie dringend ein Wechsel wird, hängt vom eigenen Wartungsvertrag und der geplanten Cloud-Strategie ab. Wer ohnehin Richtung SAP BTP oder S/4HANA Cloud plant, sollte die Ablösung frühzeitig einplanen.
Was ist der Unterschied zwischen Identity Management und SAP-Berechtigungen?
Identity Management kümmert sich um Benutzerkonten: anlegen, ändern, deaktivieren, systemübergreifend. SAP-Berechtigungen, meist über PFCG-Rollen gepflegt, legen dagegen fest, was ein angemeldeter Nutzer innerhalb eines Systems tun darf. Beide Themen greifen ineinander, werden in der Praxis aber oft von unterschiedlichen Teams betreut und brauchen deshalb klare Schnittstellen.
Braucht ein kleines Unternehmen überhaupt Identity Management?
Erst ab einer gewissen Zahl an Systemen und Benutzern rechnet sich ein dediziertes Werkzeug, weil manuelle Kontopflege sonst schlicht die günstigere Option bleibt. Kleinere Landschaften mit wenigen Anwendungen kommen häufig noch mit manueller Verwaltung und klaren Prozessen aus. Die Investition lohnt sich vor allem bei häufigen Personalwechseln und vielen angebundenen Systemen.

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Gabriele Görtz, Head of Sales & Growth
Gabriele Görtz
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