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ADK – Archive Development Kit

Das Archive Development Kit (ADK) ist die technische Basis der SAP-Datenarchivierung. Es stellt Funktionen zum Schreiben, Lesen und Löschen von Archivdateien bereit, organisiert über Archivierungsobjekte wie FI_DOCUMNT für Buchhaltungsbelege. Archivierte Daten verlassen die produktive Datenbank, bleiben über das Archive Information System aber weiterhin auffindbar und auswertbar.
Definition

Was ist ADK?

ADK bündelt die Basisfunktionen, mit denen SAP-Systeme Daten aus der produktiven Datenbank in Archivdateien überführen. Jedes Archivierungsobjekt, etwa FI_DOCUMNT für Finanzbuchhaltungsbelege oder MM_MATBEL für Materialbelege, definiert dabei die zugehörigen Tabellen und Prüfregeln. Die eigentliche Archivierung läuft über die Transaktion SARA in drei Schritten: Prüfprogramm, Schreibprogramm und, nach erfolgreicher Kontrolle, Löschprogramm. Die Dateien landen anschließend auf einem Content Server oder im Dateisystem.

Archivierung ist kein Löschen. Die Daten bleiben über das Archive Information System auffindbar, was für die Nachvollziehbarkeit und für gesetzliche Aufbewahrungsfristen wichtig ist. Relevant wird das Thema für Unternehmen mit stark wachsenden Datenbanken, spürbar langsameren Systemen oder anstehenden HANA-Sizing-Entscheidungen. Wer nur wenige Gigabyte Bewegungsdaten pro Jahr erzeugt, kann das Thema meist zurückstellen, bei mehrjährigen ECC-Systemen mit hohem Belegaufkommen lohnt sich die Prüfung fast immer.

Vor dem Start braucht jedes Archivierungsobjekt festgelegte Restwerte und Aufbewahrungsfristen, sonst blockiert das System die Archivierung aus Sicherheitsgründen. Ein häufiger Fehler ist, mit der Archivierung erst kurz vor einer S/4HANA-Konvertierung zu beginnen, wenn die Datenbank bereits stark gewachsen ist. Wer frühzeitig archiviert, senkt das spätere HANA-Sizing und verkürzt die Downtime beim Cutover. Ebenso wichtig: ein angebundener Content Server, sonst wächst stattdessen das Dateisystem unkontrolliert.

Funktionen
Vorteile
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Grenzen
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FAQ

Häufige Fragen zu ADK – Archive Development Kit

Sind archivierte Daten für immer weg?
Nein, archivierte Daten bleiben über das Archive Information System auffindbar und lassen sich bei Bedarf wieder anzeigen. Sie verschwinden nur aus der produktiven Datenbank und damit aus dem täglichen Zugriff über Standardtransaktionen. Für Betriebsprüfungen und gesetzliche Aufbewahrungsfristen bleibt der Zugriff über spezielle Auswertungsprogramme erhalten.
Muss ich vor einer S/4HANA-Konvertierung archivieren?
Zwingend ist es nicht, empfehlenswert aber fast immer. Weniger Daten in der produktiven Datenbank bedeuten ein kleineres HANA-Sizing und häufig eine kürzere Downtime beim Cutover. Bei sehr großen, langjährig gewachsenen ECC-Systemen gehört die Archivierung deshalb in fast jedes seriöse Konvertierungsprojekt.
Wie lange dauert ein Archivierungsprojekt?
Das hängt von der Zahl der Archivierungsobjekte und dem Datenvolumen ab. Ein einzelnes Objekt lässt sich oft in wenigen Wochen einrichten und testen, eine unternehmensweite Archivierungsstrategie über viele Module dauert deutlich länger. Ein guter Start ist die Analyse der größten und am schnellsten wachsenden Tabellen.

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Gabriele Görtz, Head of Sales & Growth
Gabriele Görtz
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