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SAP-Begriffe ohne Fachchinesisch.

Begriffe von Activate bis Zero Footprint. Jeder mit Abgrenzung zu den Nachbarbegriffen und dem, worauf es im Projekt ankommt. Suchen Sie den Begriff oder springen Sie per A-Z direkt hin.

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SAP-Begriffe, von Activate bis Zero Footprint.

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//SOMA® Select
//SOMA® Select ist das kostenlose Testpaket von CPRO aus der Add-on-Suite //SOMA®, kein SAP-Standard. Es bündelt fünf Add-ons: MOCO Monitore und Cockpits, MOCO Aktivitätenmanager, DATA Materialschnellerfassung, DATA Stammdatenchecker und TEKO Umfeldanzeige. CPRO installiert sie auf dem SAP-System des Kunden, getestet wird mit echten Daten.
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//SOMA®
//SOMA® ist eine SAP-Branchenlösung von CPRO für den Maschinen- und Anlagenbau, kein SAP-Standardprodukt. Die Add-on-Suite bündelt zwölf Lösungspakete vom Einkauf bis zum Service. Sie läuft modifikationsfrei in SAP ECC und SAP S/4HANA, seit 1996 im Einsatz, heute bei über 22.000 Anwendern in mehr als 80 Kundenunternehmen.
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AMS – Application Management Services
AMS, Application Management Services, bezeichnet den dauerhaften Betrieb, Support und die Weiterentwicklung von SAP-Systemen nach dem Go-live. Ein interner oder externer Dienstleister übernimmt Störungsbehebung, Changes und Anwenderbetreuung über ein vereinbartes Service-Level, oft bis in den 24/7-Betrieb hinein, abgesichert durch feste Reaktionszeiten.
A
APS – Advanced Planning and Scheduling
APS (Advanced Planning and Scheduling) bezeichnet die Softwarekategorie für die Planung, Terminierung und Steuerung ganzer Lieferketten, von der Nachfrageprognose bis zur Werksfeinplanung. Innerhalb der SAP-Welt zählten SAP APO und heute SAP IBP mit embedded PP/DS zu den APS-Systemen. Der Begriff stammt aus den 1990er Jahren.
A
APO – Advanced Planning and Optimization
SAP APO (Advanced Planning and Optimization) ist ein Planungssystem für Lieferketten, das Nachfrage, Netzwerk und Produktion über den Kern von SAP R/3 beziehungsweise ECC hinaus steuert. Es lief als eigenständiger Server, verbunden über den Core Interface. Nachfolger sind SAP IBP und die in S/4HANA eingebettete Planung.
A
ADK – Archive Development Kit
Das Archive Development Kit (ADK) ist die technische Basis der SAP-Datenarchivierung. Es stellt Funktionen zum Schreiben, Lesen und Löschen von Archivdateien bereit, organisiert über Archivierungsobjekte wie FI_DOCUMNT für Buchhaltungsbelege. Archivierte Daten verlassen die produktive Datenbank, bleiben über das Archive Information System aber weiterhin auffindbar und auswertbar.
A
ABAP
ABAP (Advanced Business Application Programming) ist die von SAP entwickelte Programmiersprache für Berichte, Erweiterungen und Eigenentwicklungen im SAP-System. Ursprünglich prozedural, seit den ABAP Objects auch objektorientiert. Mit ABAP Cloud existiert eine eingeschränkte, freigabestabile Variante für SAP S/4HANA Cloud und die SAP BTP, die Upgrades ohne Codebruch übersteht.
A
ASAP – Accelerated SAP
Accelerated SAP, kurz ASAP, ist die klassische Einführungsmethodik von SAP für Projekte auf SAP R/3 und SAP ECC. Sie gliedert die Einführung in fünf feste Phasen von der Projektvorbereitung bis zum Go-live und der anschließenden Betreuung. Für aktuelle SAP-S/4HANA-Projekte übernimmt heute SAP Activate diese Aufgabe.
A
ATP & aATP – Verfügbarkeitsprüfung
ATP (Available-to-Promise) ist die Verfügbarkeitsprüfung in SAP: Sie prüft bei der Auftragserfassung, ob ein Material zum Wunschtermin lieferbar ist. Gerechnet wird Bestand plus geplante Zugänge minus bereits zugesagte Abgänge. aATP (advanced ATP) ist der Nachfolger unter SAP S/4HANA und ergänzt Rückstandsbearbeitung, Produktallokation und alternative Lieferwerke.
A
Brownfield-Conversion
Die Brownfield-Conversion überführt ein bestehendes SAP-ECC-System technisch nach SAP S/4HANA. Prozesse, Eigenentwicklungen und Belege bleiben erhalten, die Datenbank wechselt auf SAP HANA. Der Gegenentwurf ist die Greenfield-Implementierung, also die Neueinführung ohne Altlasten.
B
BAdI – Business Add-In
Ein BAdI, Business Add-In, ist SAPs objektorientierte Technik, um den Standard an vorgesehenen Stellen ohne Codeänderung zu erweitern. SAP definiert dazu ein Interface, Kunden legen eine oder mehrere Implementierungen an, die über Filterwerte wie Werk oder Buchungskreis gezielt aktiv werden. Im SAP S/4HANA-Umfeld zählen dabei vor allem freigegebene, sogenannte released BAdIs.
B
BAPI – Business Application Programming Interface
Eine BAPI, Business Application Programming Interface, ist eine standardisierte, im Business Object Repository dokumentierte Methode, um auf ein SAP-Geschäftsobjekt wie Kunde, Materialstamm oder Verkaufsbeleg zuzugreifen. Technisch ist jede BAPI ein RFC-fähiger Funktionsbaustein mit stabiler, releaseübergreifender Schnittstelle. Sie prüft Daten mit derselben Businesslogik wie die manuelle Transaktion und schreibt erst nach explizitem Commit dauerhaft.
B
Best Practices
SAP Best Practices sind vorkonfigurierte Prozessvorlagen, die SAP für Kernprozesse und einzelne Branchen bereitstellt. Sie umfassen Customizing-Einstellungen, Stammdatenvorlagen, Rollen und Testszenarien und bilden die Ausgangsbasis jeder SAP-S/4HANA-Einführung. Im Fit-to-Standard-Workshop wird geprüft, wo dieser Standard passt und wo eine Ergänzung nötig ist.
B
BI – Business Intelligence
Business Intelligence (BI) bezeichnet Methoden und Werkzeuge, mit denen Unternehmen ihre Daten sammeln, aufbereiten und auswerten. Das Ziel: Entscheidungen auf Basis belastbarer Zahlen statt Bauchgefühl. Im SAP-Umfeld reicht die BI-Werkzeugkette vom Data Warehouse über Datenmodelle bis zu Dashboards und Berichten für die Fachbereiche.
B
BPM: Business Process Management
Business Process Management (BPM) beschreibt die systematische Gestaltung, Steuerung und Verbesserung von Geschäftsprozessen über Abteilungsgrenzen hinweg. Es umfasst Analyse, Modellierung, Ausführung und Überwachung von Abläufen, oft unterstützt durch Workflow-Werkzeuge. Ziel ist Kontrolle über Prozessqualität, Durchlaufzeit und Compliance. In SAP-Landschaften dient häufig der SAP Solution Manager als zentrales Werkzeug für die Prozessdokumentation.
B
BPO: Business Process Outsourcing
Business Process Outsourcing (BPO) bezeichnet die Auslagerung eines kompletten Geschäftsprozesses an einen externen Dienstleister, etwa die Lohnbuchhaltung, den Rechnungseingang oder Teile des IT-Betriebs. Der Auftraggeber überträgt dabei die komplette Prozessverantwortung an den Partner, einschließlich Personal und Steuerung. Verbreitet ist BPO für standardisierte, wiederkehrende Abläufe.
B
Business Package
Ein Business Package ist ein vorgefertigtes Inhaltspaket für das SAP Enterprise Portal, das iViews, Arbeitsvorräte und Navigation für eine bestimmte Rolle bündelt, etwa für Manager Self-Service oder Employee Self-Service. Es verbindet die Portal-Oberfläche mit dem passenden Backend-System, ohne dass jede Anwendung einzeln neu gebaut werden muss.
B
Business Partner (CVI)
Der Business Partner ist das einheitliche Datenobjekt für Kunden, Lieferanten und weitere Geschäftspartner in SAP S/4HANA. Die Customer-Vendor-Integration, kurz CVI, verknüpft dabei die klassischen Debitoren- und Kreditorenstammsätze aus SAP ECC mit dem neuen Business-Partner-Modell. Ohne diese Umstellung läuft keine S/4HANA-Conversion.
B
Business Workflow
SAP Business Workflow ist die klassische Engine zur Automatisierung mehrstufiger Freigabe- und Benachrichtigungsprozesse im SAP-System, etwa bei der Freigabe einer Bestellanforderung ab einem bestimmten Wert. Ausgelöst durch ein Ereignis an einem Business-Objekt, leitet die Engine Aufgaben an den zuständigen Bearbeiter weiter und protokolliert jeden Schritt lückenlos.
B
BW – SAP Business Warehouse
SAP BW (Business Warehouse) ist das Data Warehouse von SAP. Es sammelt Daten aus SAP- und Fremdsystemen, harmonisiert sie in mehrstufigen Datenmodellen und stellt sie für Reporting und Analyse bereit. Aktuelle Ausprägung ist SAP BW/4HANA, die strategische Weiterentwicklung läuft in SAP Datasphere und der Business Data Cloud.
B
CCC: Customer Competence Center
Ein Customer Competence Center (CCC), auch Customer Center of Expertise (CCoE) genannt, bündelt das interne SAP-Wissen eines Unternehmens in einer Organisationseinheit. Es koordiniert Support, Systembetrieb und die Zusammenarbeit mit SAP und externen Partnern. Ein zertifiziertes CCC ist Voraussetzung für bestimmte Leistungen des SAP-Enterprise-Support-Vertrags.
C
CDS Views – Core Data Services
CDS Views, kurz für Core Data Services, sind das zentrale Datenmodell moderner SAP S/4HANA-Anwendungen. Sie definieren Datenzugriff, Berechnungen und Berechtigungen direkt in der HANA-Datenbank und liefern die Grundlage für Fiori-Apps und Embedded Analytics. Entwickler und Reporting-Verantwortliche greifen darüber auf Geschäftsdaten zu, ohne eigene Datenbankabfragen zu schreiben.
C
Change Management
Change Management umfasst alle Maßnahmen, mit denen Unternehmen Veränderungen an Prozessen, Organisation oder Systemen strukturiert planen und umsetzen. Im SAP-Kontext betrifft es die technische Steuerung von Systemänderungen, etwa über Transportwesen und CHARM, sowie die organisatorische Begleitung der Mitarbeiter. Ziel ist Veränderung ohne Betriebsstörung und Akzeptanzverlust.
C
Chargenverwaltung
Chargenverwaltung teilt einen Materialbestand in SAP in abgegrenzte Chargen mit jeweils eigenen Qualitätsmerkmalen und Verfallsdaten auf. Jede Bewegung, von Wareneingang über Produktion bis Auslieferung, bleibt einer konkreten Charge zugeordnet und lässt sich später lückenlos zurückverfolgen. Besonders in Lebensmittel-, Pharma- und Chemiebranchen ist diese Rückverfolgbarkeit gesetzlich vorgeschrieben.
C
ChaRM – Change Request Management
ChaRM (Change Request Management) ist die Komponente im SAP Solution Manager, die Änderungen an SAP-Systemen kontrolliert lenkt, von der Anforderung über Genehmigung und Test bis zum Transport in die Produktion. Jede Änderung durchläuft einen definierten Status, Transportaufträge werden automatisch den passenden Systemen zugeordnet.
C
Clean Core
Clean Core bezeichnet das Prinzip, den SAP-Standardkern von SAP S/4HANA unverändert zu lassen und eigene Anpassungen außerhalb des Kernsystems umzusetzen, etwa über freigegebene APIs oder auf SAP BTP. Updates, Release-Wechsel und der Schritt in die Cloud werden dadurch planbar, weil Erweiterungen den Kern nicht blockieren.
C
CO: Controlling
SAP CO ist das Modul für die interne Kosten- und Erlösrechnung in SAP ERP und SAP S/4HANA. Es wertet Kostenstellen, Innenaufträge, Produktkosten und die Ergebnisrechnung aus und liefert damit Zahlen für Planung und Steuerung. Anders als FI folgt CO keiner gesetzlichen Berichtspflicht. Es dient allein der internen Unternehmenssteuerung.
C
CPFR: Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment
CPFR, Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment, bezeichnet ein Konzept zur gemeinsamen Absatzplanung zwischen Hersteller, Zulieferer und Händler. Prognosen, Bestellmengen und Lieferpläne werden abgestimmt statt isoliert je Unternehmen erstellt. Ziel ist eine Lieferkette mit weniger Fehlmengen und geringeren Sicherheitsbeständen entlang der gesamten Kette.
C
CPRO FlexNet
CPRO FlexNet ist eine Portallösung von CPRO für SAP, kein SAP-Standardprodukt. FlexNet SUPPLIER bindet Lieferanten in den Einkauf ein, FlexNet SERVICE macht aus vorhandenen SAP-Stücklisten einen Ersatzteil-Webshop. Beide Portale nutzen SAP als führendes System, eine zweite Datenwelt entsteht nicht. Der Lebenszyklus jeder Kundenmaschine bleibt dokumentiert.
C
CRM – Customer Relationship Management
CRM, Customer Relationship Management, bezeichnet Strategie und Software zur systematischen Steuerung von Kundenbeziehungen. Ein CRM-System bündelt Kontakte, Verkaufschancen, Kommunikationsverläufe und Serviceanfragen an einer Stelle. Ziel ist, dass Vertrieb, Marketing und Service mit denselben, aktuellen Kundendaten arbeiten statt mit getrennten Listen und Postfächern.
C
CS – Kundenservice (Customer Service)
SAP CS (Customer Service) ist das klassische ERP-Modul für den technischen Kundenservice: Reparaturen, Wartungsverträge und Serviceeinsätze an Geräten, die beim Kunden stehen. Es verbindet Servicemeldung, Serviceauftrag und Faktura. Unter SAP S/4HANA gilt CS als Übergangslösung, die Nachfolge tritt SAP S/4HANA Service an.
C
Customer Experience
Customer Experience, kurz CX, bezeichnet das gesamte Erleben eines Kunden über alle Kontaktpunkte mit einem Unternehmen hinweg, von der ersten Werbeanzeige bis zum Support-Anruf nach dem Kauf. Der Begriff umfasst objektive Faktoren wie Reaktionszeiten ebenso wie subjektives Empfinden. Im SAP-Umfeld bündeln Lösungen wie die Sales and Service Cloud die Datenbasis dafür.
C
Customer Journey
Die Customer Journey beschreibt den Weg, den ein Kunde von der ersten Wahrnehmung eines Angebots bis zum Kauf und darüber hinaus durchläuft. Sie gliedert sich typischerweise in Phasen wie Aufmerksamkeit, Überlegung, Entscheidung und Nutzung. Unternehmen nutzen die Customer Journey, um Kontaktpunkte gezielt zu gestalten und Kaufhindernisse an den passenden Stellen zu beseitigen.
C
Customizing
Customizing bezeichnet die Anpassung von SAP-Software an unternehmensspezifische Prozesse über Einstellungen im System, ohne den Programmcode zu verändern. Berater hinterlegen dafür Werte im Einführungsleitfaden, etwa zu Organisationsstrukturen, Nummernkreisen oder Preisfindung. Der Quellcode selbst bleibt unangetastet, das unterscheidet Customizing von einer echten Eigenentwicklung.
C
Cutover
Cutover bezeichnet die technische Umstellungsphase, in der ein Unternehmen von einem Alt- auf ein neues SAP-System wechselt, etwa von SAP ECC auf SAP S/4HANA. In einem festgelegten Zeitfenster, häufig einem verlängerten Wochenende, werden Daten migriert, Schnittstellen umgeschaltet und das neue System für den Produktivbetrieb freigegeben.
C
Dashboard
Ein Dashboard ist eine Bildschirmansicht, die die wichtigsten Kennzahlen eines Bereichs auf einen Blick zusammenfasst. Diagramme, Ampeln und Tabellen zeigen Zielerreichung und Abweichungen, Filter erlauben den Absprung ins Detail. Im SAP-Umfeld entstehen Dashboards heute vor allem in der SAP Analytics Cloud.
D
Data Warehouse
Ein Data Warehouse ist eine zentrale Datenbank, die Daten aus mehreren Quellsystemen sammelt, vereinheitlicht und für Auswertungen bereitstellt. Es trennt das Berichtswesen vom operativen Tagesgeschäft: Analysen laufen auf dem Warehouse, die Quellsysteme bleiben entlastet. Im SAP-Umfeld übernehmen SAP BW und SAP Datasphere diese Aufgabe.
D
Datenarchivierung
Datenarchivierung verschiebt abgeschlossene Geschäftsdaten wie erledigte Belege oder ausgelaufene Stammdaten aus der Datenbank in ein separates Archiv. Grundlage ist das Archive Development Kit (ADK), das Archivierungsobjekte je Datenart bereitstellt. Die Daten bleiben über Anzeigetransaktionen oder das SAP-Archivinformationssystem auffindbar, belasten aber Datenbankgröße und Systemlaufzeiten nicht länger.
D
DDA – Digital Discovery Assessment
Das Digital Discovery Assessment, kurz DDA, ist ein von SAP moderierter Workshop, der Geschäftsprozesse, Anforderungen und Systemumfang für eine SAP-S/4HANA-Einführung analysiert. Ergebnis ist eine Empfehlung für das passende Bereitstellungsmodell, Public Cloud, Private Cloud oder On-Premise. Das DDA steht am Anfang eines RISE- oder GROW-with-SAP-Projekts, noch vor der eigentlichen Projektplanung.
D
DMS: Dokumentenmanagementsystem
Ein Dokumentenmanagementsystem, kurz DMS, verwaltet, organisiert und archiviert Dokumente digital, von der Eingangsrechnung bis zum Vertrag. Im SAP-Umfeld verknüpft ein DMS Dokumente mit Geschäftsobjekten wie Bestellungen, Materialien oder Personalakten. Anwender finden Belege direkt am zugehörigen Vorgang, statt Ordner oder Ablagesysteme parallel zu durchsuchen.
D
EBPP: Electronic Bill Presentment and Payment
EBPP, Electronic Bill Presentment and Payment, bezeichnet die elektronische Darstellung von Rechnungen und die direkte Zahlung durch den Kunden über dasselbe Portal. Statt Papierrechnung und separatem Zahlungsweg sieht der Kunde Rechnung und Zahlfunktion an einer Stelle. Unternehmen sparen Portokosten und beschleunigen den Zahlungseingang durch die direkte Anbindung an die Buchhaltung.
E
EHS – Environment, Health & Safety
SAP EHS ist die Modulgruppe für Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz in SAP ERP und SAP S/4HANA. Sie verwaltet Gefahrstoffdaten, Sicherheitsdatenblätter, Gefährdungsbeurteilungen und Entsorgungsprozesse und unterstützt Unternehmen dabei, gesetzliche Auflagen im Umgang mit gefährlichen Stoffen nachvollziehbar zu dokumentieren. Produzierende Betriebe in regulierten Branchen setzen EHS meist parallel zu MM und PP ein.
E
Embedded AI
Embedded AI bezeichnet KI-Funktionen, die SAP fertig in seine Anwendungen einbaut. Sie werden aktiviert, nicht entwickelt: kein eigenes Modell, kein Training, keine Data-Science-Mannschaft. Beispiele sind Vorschläge zur Klärung strittiger Rechnungen, die Auswertung von Ausschreibungen oder die automatische Prüfung von Zahlungsavisen.
E
Embedded Analytics
Embedded Analytics bezeichnet die Auswertung von Geschäftsdaten direkt im laufenden SAP-S/4HANA-System, ohne die Daten vorher in ein separates Data Warehouse zu exportieren. Basis sind CDS Views auf der SAP-HANA-Datenbank, die Fiori-Apps und Analyseoberflächen in Echtzeit mit aktuellen Transaktionsdaten versorgen.
E
End-to-End-Prozess
Ein End-to-End-Prozess bildet einen Geschäftsvorgang vollständig ab, von der ersten Auslösung bis zum Abschluss, über alle beteiligten Abteilungen und SAP-Systeme hinweg. Klassisches Beispiel ist der Auftrag-zu-Zahlungs-Prozess: vom Kundenauftrag über Fertigung und Versand bis zur Zahlungsverbuchung. Verantwortlich dafür ist die gesamte Prozesskette, kein einzelnes Modul.
E
Enterprise Portal
Das SAP Enterprise Portal ist die klassische Unternehmensportal-Software von SAP und bündelt Anwendungen aus SAP- und Nicht-SAP-Systemen hinter einem einzigen, rollenbasierten Zugang. Inhalte kommen als iViews und Business Packages, organisiert in Navigationsstrukturen je Benutzerrolle. Heute übernimmt bei neuen Landschaften meist die SAP Fiori Launchpad diese Funktion.
E
Enterprise SOA: Service-Oriented Architecture
Enterprise SOA bezeichnet SAPs Architekturkonzept, Geschäftsfunktionen als standardisierte Web-Services, sogenannte Enterprise Services, bereitzustellen und über die Enterprise Services Repository zu katalogisieren. Ausgetauscht wurden sie klassisch per SOAP und XML über SAP NetWeaver Process Integration. Heute läuft moderne Integration überwiegend über REST- und OData-Schnittstellen auf der SAP Integration Suite.
E
ERP – Enterprise Resource Planning
ERP steht für Enterprise Resource Planning und bezeichnet Software, die zentrale Geschäftsprozesse wie Finanzbuchhaltung, Einkauf, Produktion, Lager und Vertrieb in einem gemeinsamen System abbildet. Statt vieler isolierter Einzellösungen je Abteilung entsteht eine durchgängige Datenbasis. SAP zählt mit Produkten wie S/4HANA und Business One zu den bekanntesten ERP-Anbietern weltweit.
E
EWM – Extended Warehouse Management
SAP Extended Warehouse Management (EWM) ist das Lagerverwaltungssystem von SAP für manuelle und automatisierte Läger. Es steuert Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung und Versand in Echtzeit. EWM löst die älteren Lösungen SAP WM und LES ab und läuft wahlweise embedded in SAP S/4HANA oder als eigenständiges dezentrales System.
E
FI – Finanzwesen
SAP FI ist das Modul für das externe Rechnungswesen in SAP ERP und SAP S/4HANA. Es bildet Hauptbuch, Debitoren, Kreditoren und Anlagenbuchhaltung ab und liefert damit die Basis für Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Von der internen Kostenrechnung grenzt sich FI durch seinen Fokus auf externe Berichtspflichten ab.
F
Fiori
SAP Fiori ist SAPs Designsprache für rollenbasierte, responsive Anwendungen, gebaut auf SAPUI5 und OData-Diensten. Anwender starten die Apps über die Fiori Launchpad, eine Kachelübersicht mit personalisierter Rollensicht. Es gibt drei App-Typen: transaktionale Apps für die Dateneingabe, analytische Apps mit Kennzahlen und Fact Sheets für Objektinformationen.
F
Fit-to-Standard
Fit-to-Standard ist eine Workshop-Methode aus SAP Activate, in der Fachbereiche prüfen, ob die Standardprozesse von SAP S/4HANA ihre Anforderungen abdecken. Abweichungen vom Standard müssen dabei begründet werden, statt automatisch in individuelle Anpassungen zu münden. Ziel ist ein System, das möglichst nah am SAP-Standard bleibt und einfacher zu betreiben ist.
F
Focused Build
Focused Build ist eine SAP-Methodik mit zugehörigem Werkzeugkasten, der auf dem SAP Solution Manager aufsetzt und agile Softwareentwicklung mit dem klassischen Change- und Testmanagement großer SAP-Projekte verbindet. Anforderungen, Entwicklung, Test und Freigabe laufen dabei in einem durchgängigen Requirement-to-Deploy-Prozess.
F
Greenfield-Implementierung
Die Greenfield-Implementierung führt SAP S/4HANA als komplett neues System ein. Prozesse werden nach dem SAP-Standard aufgesetzt, Altdaten wandern nur selektiv über offene Schnittstellen oder Migrationswerkzeuge. Der Gegenentwurf ist die Brownfield-Conversion, die ein bestehendes SAP-ECC-System technisch überführt und Prozesse unverändert übernimmt.
G
GROW with SAP
GROW with SAP ist SAPs Angebotspaket für die Einführung von SAP S/4HANA Public Cloud, gedacht für Unternehmen ohne bestehendes SAP-System oder mit dem Wunsch nach einem Neustart im Standard. Es bündelt Softwarelizenz, vorkonfigurierte SAP Best Practices, die Einführungsmethodik SAP Activate und Lernressourcen in einem Angebot. Ziel ist eine schnelle, standardnahe Einführung mit überschaubarem Projektaufwand.
G
GUI – Graphical User Interface
SAP GUI ist der klassische Client für den Zugriff auf SAP-Systeme, bedient über Transaktionscodes und feste Bildschirmmasken. Er existiert als Windows-, Java- und HTML-Variante und verbindet sich direkt mit dem Applikationsserver. Auch unter SAP S/4HANA bleibt SAP GUI für Customizing und viele administrative Aufgaben im Einsatz, während Fiori das Tagesgeschäft übernimmt.
G
GxP
GxP ist die Sammelbezeichnung für die guten Praktiken (Good x Practice) in regulierten Branchen wie Pharma, Medizintechnik und Kosmetik. Der Buchstabe x steht je nach Anwendungsfall für Manufacturing, Laboratory, Distribution oder Clinical. Kern ist die Pflicht, Prozesse und die dafür genutzten IT-Systeme nachvollziehbar zu dokumentieren und zu validieren.
G
H4S4 – HCM for SAP S/4HANA
H4S4 bezeichnet den Weg, das bestehende SAP-HCM-System technisch auf einer S/4HANA-Datenbank weiterzubetreiben, während die restliche ERP-Landschaft auf SAP S/4HANA konvertiert. Es richtet sich an Unternehmen, die ihre gewachsenen HCM-Prozesse vorerst behalten wollen, ohne sofort auf SAP SuccessFactors zu wechseln. Die Personalprozesse bleiben, die Datenbank wird modernisiert.
H
Handling Unit
Die Handling Unit (HU) ist eine physische Verpackungseinheit im SAP-Lager, zum Beispiel eine Palette oder ein Karton, die über eine eindeutige Nummer identifiziert wird. Sie bündelt Materialien, Mengen und Chargen zu einer Einheit, die sich als Ganzes bewegen, verwiegen und verpacken lässt.
H
Human Capital Management (HCM)
SAP HCM ist die Modulgruppe für Personalwesen in SAP ERP. Sie umfasst Personaladministration, Organisationsmanagement, Zeitwirtschaft und Abrechnung und verwaltet damit Mitarbeiterdaten von der Einstellung bis zum Austritt. Für neue Cloud-Einführungen setzt SAP heute strategisch auf SuccessFactors statt auf die On-Premise-Module von HCM.
H
Hypercare
Hypercare bezeichnet die Phase unmittelbar nach dem Go-live eines SAP-Systems, in der Projektteam und Key User besonders eng betreut werden. Störungen, Fehlbedienungen und offene Fragen aus dem Tagesgeschäft werden in dieser Zeit mit Priorität und kurzen Reaktionszeiten bearbeitet, bevor das System in den regulären Support übergeht.
H
IDM: Identity Management
Identity Management (IDM) bezeichnet die systematische Verwaltung digitaler Identitäten, vom Anlegen über die Änderung bis zur Deaktivierung von Benutzerkonten samt Zugriffsrechten. Im SAP-Umfeld übernahm das lange SAP Identity Management als eigenständiges Produkt. Heute setzt SAP für Cloud-Landschaften auf SAP Cloud Identity Services, aufgeteilt in Authentifizierung und Provisioning.
I
IDoc
Ein IDoc (Intermediate Document) ist ein SAP-eigenes Datenformat für den asynchronen Austausch von Geschäftsdaten zwischen SAP-Systemen oder mit externen Anwendungen. Aufträge, Lieferungen oder Rechnungen werden dabei in ein festes Segmentformat verpackt und über das ALE-Verfahren oder eine Middleware verschickt. IDocs zählen bis heute zu den am weitesten verbreiteten SAP-Schnittstellenformaten.
I
Java
Java ist eine objektorientierte, plattformunabhängige Programmiersprache, die Programme über eine virtuelle Maschine statt direkt auf dem Betriebssystem ausführt. Im SAP-Umfeld kommt Java vor allem bei Zusatzentwicklungen auf der SAP BTP zum Einsatz, etwa in Side-by-side-Erweiterungen, die neben dem SAP-Kernsystem laufen. Der Klassiker im SAP-Vergleich ist ABAP, die hauseigene Sprache für Anwendungen im SAP-System selbst.
J
Kennzahlensystem
Ein Kennzahlensystem ordnet einzelne Kennzahlen in einen logischen Zusammenhang, meist mit einer Spitzenkennzahl und nachgelagerten Treibern. Es zeigt, wie operative Größen wie Bestände oder Durchlaufzeiten auf Ergebnisgrößen wie die Rentabilität wirken. Bekannte Beispiele sind das DuPont-Schema und die Balanced Scorecard.
K
KPI: Key Performance Indicator
Ein KPI (Key Performance Indicator) ist eine Kennzahl, die den Erfolg eines Unternehmens, Prozesses oder Teams an einem definierten Ziel misst. Beispiele sind Liefertreue, Umsatzrendite oder Erstlösungsquote im Service. KPIs verdichten komplexe Abläufe auf steuerbare Werte und bilden die Grundlage für Dashboards und Berichte.
K
KRITIS
KRITIS steht für kritische Infrastrukturen, deren Ausfall die Versorgung der Bevölkerung gefährden würde, etwa Energie-, Wasser- und Gesundheitsversorger. Der Gesetzgeber verpflichtet Betreiber solcher Anlagen zu besonderen Sicherheits- und Nachweispflichten. Für die IT bedeutet das erhöhte Anforderungen an Verfügbarkeit, Dokumentation und den Nachweis funktionierender Prozesse gegenüber Aufsichtsbehörden.
K
LES: Logistics Execution System
Das Logistics Execution System (LES) ist eine SAP-Komponente aus dem klassischen SAP ECC, die Lagerverwaltung, Warenbewegungen und Transportabwicklung in der Logistikkette bündelt. LES besteht aus der klassischen Lagerverwaltung (WM) und dem Transportmodul, eng verzahnt mit Vertrieb und Materialwirtschaft. Für neue Projekte ist LES kein aktueller Standard mehr, Nachfolger ist SAP Extended Warehouse Management (EWM).
L
Management Cockpit
Ein Management Cockpit ist eine verdichtete Kennzahlen-Übersicht für die Unternehmensleitung, aufgebaut wie ein Armaturenbrett: wenige Spitzenkennzahlen, Ampeln und Trends auf einen Blick. Der Begriff stammt aus der Zeit von SAP SEM, heute übernehmen Dashboards in der SAP Analytics Cloud diese Aufgabe.
M
Mandant
Ein Mandant ist die oberste organisatorische Einheit in einem SAP-System, die Daten, Stammsätze und Belege vollständig von anderen Mandanten desselben Systems trennt. Ein SAP-System kann mehrere Mandanten enthalten, etwa für Entwicklung, Test und Produktion, ohne dass sich deren Daten vermischen.
M
Material Ledger
Das Material Ledger ist das Hauptbuch der Materialbewertung in SAP. Es führt Bestandswerte in bis zu drei Währungen und Bewertungssichten parallel und bildet die Grundlage für die Ist-Kalkulation. Unter SAP S/4HANA ist das Material Ledger für die Bestandsbewertung verpflichtend aktiviert, die Ist-Kalkulation bleibt optional.
M
MFS – Materialflusssystem
Das Materialflusssystem (MFS) ist die Komponente von SAP EWM, die automatisierte Lagertechnik direkt steuert. Es kommuniziert per Telegramm mit den speicherprogrammierbaren Steuerungen der Anlagen, etwa Förderstrecken oder Regalbediengeräten. Ein separater Materialflussrechner zwischen SAP und Anlage entfällt. EWM-MFS übernimmt Wegfindung, Stauüberwachung und Priorisierung in Echtzeit.
M
MM: Materialwirtschaft
SAP MM ist das Modul für Einkauf und Materialwirtschaft in SAP ERP und SAP S/4HANA. Es steuert Bestellanforderung, Bestellung, Wareneingang und Rechnungsprüfung und pflegt Material- sowie Lieferantenstammdaten als Basis für die gesamte Beschaffung. MM verbindet damit Einkauf, Lager und Buchhaltung in einem durchgängigen Prozess.
M
MOCO
MOCO ist ein SAP-Add-on von CPRO für Monitore und Cockpits, kein SAP-Standardmodul. Es bündelt die Informationen eines Arbeitsplatzes zu einem priorisierten Arbeitsvorrat, mit Ampellogik und 300 vordefinierten Berichten. Der Aktivitätenmanager bildet Prozesse mit vielen Beteiligten als Aktivitätenketten ab, definiert über Customizing.
M
MRP – Disposition (Material Requirements Planning)
MRP (Material Requirements Planning), auf Deutsch Disposition, berechnet, welche Materialien ein Unternehmen wann und in welcher Menge beschaffen oder fertigen muss. Der Planungslauf gleicht Bedarfe mit Beständen und geplanten Zugängen ab und erzeugt Planaufträge oder Bestellanforderungen. Unter SAP S/4HANA übernimmt MRP Live diese Rechnung direkt auf der HANA-Datenbank.
M
NAS – Network Attached Storage
NAS (Network Attached Storage) bezeichnet einen Dateiserver, der über das Netzwerk zentral Speicherplatz für mehrere Nutzer und Anwendungen bereitstellt. Anders als eine lokale Festplatte ist ein NAS-System eigenständig im Netzwerk erreichbar und wird meist über Standardprotokolle wie NFS oder SMB angesprochen. Im SAP-Umfeld dient NAS häufig als zentraler Ablageort für Dokumente, Archive oder Schnittstellendateien.
N
OData
OData ist ein offener Protokollstandard, über den SAP-Systeme Daten als Web-Service bereitstellen. Fiori-Apps, mobile Anwendungen und externe Systeme lesen und schreiben darüber Geschäftsdaten, ohne die interne Datenbankstruktur zu kennen. In SAP-Systemen bauen OData-Services meist auf CDS Views oder RFC-Bausteinen auf.
O
ODS-Objekte
ODS-Objekte (Operational Data Store) waren im klassischen SAP BW die Speicherbausteine für granulare, belegnahe Daten. Sie nahmen Daten aus den Quellsystemen auf, erlaubten das gezielte Überschreiben einzelner Datensätze und bildeten die Basisschicht der Datenmodelle. Ihre Nachfolger heißen DataStore-Objekte (DSO) und in BW/4HANA aDSO.
O
PDM: Produktdatenmanagement
PDM steht für Produktdatenmanagement und bündelt in SAP alle Informationen zu einem Produkt während Entwicklung und Fertigung. Dazu zählen Materialstamm, Stücklisten, Zeichnungen, Dokumente und Klassifizierungsdaten, verwaltet über das Dokumentenmanagementsystem und die Klassifizierung. PDM sorgt dafür, dass Konstruktion, Einkauf und Fertigung auf denselben aktuellen Produktdaten arbeiten.
P
PLM: Product Lifecycle Management
PLM steht für Product Lifecycle Management und begleitet ein Produkt in SAP von der ersten Idee über Entwicklung, Fertigung und Vertrieb bis zu Service und Außerbetriebnahme. Es bündelt Produktdaten, Projektmanagement, Änderungswesen und Qualitätsvorgaben in einem durchgängigen Prozess über mehrere Fachbereiche hinweg.
P
PM – Instandhaltung (Plant Maintenance)
SAP PM (Plant Maintenance) ist das Modul für die Instandhaltung technischer Anlagen. Es bildet Maschinen als Equipments und Technische Plätze ab, steuert Störmeldungen und Instandhaltungsaufträge und plant vorbeugende Wartung über Wartungspläne. Unter SAP S/4HANA läuft der Bereich unter dem Namen Asset Management weiter.
P
PP – Produktionsplanung
SAP PP ist das Modul für Produktionsplanung und -steuerung in SAP ERP und SAP S/4HANA. Es plant Bedarfe über MRP, verwaltet Stücklisten und Arbeitspläne und erzeugt daraus Fertigungsaufträge für die Werkstatt. PP verbindet damit Vertrieb, Materialwirtschaft und Controlling entlang der gesamten Fertigungskette.
P
PS – Projektsystem
SAP PS ist das Modul für die Planung und Abwicklung von Projekten in SAP ERP und SAP S/4HANA. Es bildet Projektstrukturpläne und Netzpläne ab, verwaltet Budgets und sammelt Ist-Kosten auf einzelnen Projektelementen. PS eignet sich besonders für projektbezogene Fertigung, Anlagenbau und interne Investitionsvorhaben.
P
QM – Qualitätsmanagement
SAP QM ist das Modul für Qualitätsmanagement in SAP ERP und SAP S/4HANA. Es plant Prüfungen über Prüfpläne, erzeugt Prüflose bei Wareneingang oder Fertigung und dokumentiert Ergebnisse sowie Reklamationen. QM sichert damit ab, dass nur freigegebene Ware in Lager, Produktion oder Versand weiterläuft.
Q
Quellcode
Quellcode ist der von einem Menschen geschriebene und lesbare Programmtext in einer Programmiersprache wie ABAP, Java oder Python. Ein Compiler oder Interpreter übersetzt diesen Text in Maschinen- oder Bytecode, den ein Computer tatsächlich ausführen kann. Im SAP-Umfeld bezeichnet Quellcode meist eigene Entwicklungen, die über das Standardsystem hinaus zusätzliche Funktionen bereitstellen.
Q
Query
Eine Query ist eine Abfrage an eine Datenbank oder ein Analysesystem. Sie beschreibt, welche Daten in welcher Struktur zurückkommen sollen, etwa als SQL-Anweisung oder als konfigurierte Auswertung. Im SAP-Umfeld meint der Begriff meist die BW Query, die Berichtsdefinition auf einem Datenmodell im SAP BW.
Q
R/3
SAP R/3 war die 1992 eingeführte dritte Generation der SAP-Unternehmenssoftware und das erste System mit klassischer Client-Server-Architektur. Es prägte über Jahrzehnte den Begriff SAP im Mittelstand und in Konzernen. Aus R/3 entwickelte sich später SAP ERP beziehungsweise SAP ECC, aus dem wiederum SAP S/4HANA hervorging.
R
RFC – Remote Function Call
Ein RFC, Remote Function Call, ist das SAP-eigene Verfahren, mit dem ein Programm einen Funktionsbaustein auf einem anderen System oder demselben System aus der Ferne aufruft. Die Verbindung wird in der Transaktion SM59 als RFC-Destination hinterlegt. Varianten wie synchroner, transaktionaler oder queued RFC unterscheiden sich darin, wie zuverlässig und wie sofort die Antwort erfolgt.
R
RISE with SAP
RISE with SAP ist SAPs Vertragsmodell für die Migration bestehender SAP-Kunden auf SAP S/4HANA in der Cloud, meist in der Private Cloud Edition. Es bündelt Softwarelizenz, Cloud-Infrastruktur, Migrationswerkzeuge und Basis-Betriebsleistungen in einem gemeinsamen Vertrag mit SAP als zentralem Ansprechpartner. Das ersetzt die früher getrennte Beschaffung von Lizenz, Hosting und Werkzeugen.
R
SAC – SAP Analytics Cloud
Die SAP Analytics Cloud (SAC) ist die zentrale Cloud-Lösung von SAP für Reporting, Dashboards, Planung und Predictive-Funktionen. Sie verbindet sich live mit SAP-Quellen wie S/4HANA, SAP BW oder SAP Datasphere und dient in der Business Data Cloud als Standard-Frontend für Auswertungen und Unternehmensplanung.
S
SAP Activate
SAP Activate ist die aktuelle Einführungsmethodik von SAP für Projekte auf SAP S/4HANA und der Nachfolger von ASAP. Sie gliedert sich in sechs Phasen: Discover, Prepare, Explore, Realize, Deploy und Run. Im Zentrum stehen vorkonfigurierte SAP Best Practices und Fit-to-Standard-Workshops statt langer Blueprint-Dokumentationen.
S
SAP AI Foundation & AI Core
SAP AI Foundation ist der Werkzeugkasten auf der SAP Business Technology Platform, mit dem Unternehmen eigene KI-Anwendungen bauen und betreiben. Kern ist SAP AI Core, die Laufzeitumgebung für Training und Inferenz. Dazu kommen der generative AI hub für den Zugriff auf Sprachmodelle und SAP AI Launchpad für die Verwaltung.
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SAP Ariba
SAP Ariba ist eine Cloud-Plattform für Beschaffung, Ausschreibungen und Lieferantenmanagement, die Einkaufsprozesse über das Ariba Network mit vielen angebundenen Lieferanten verbindet. Unternehmen bündeln damit Bedarfsanforderung, Bestellung und Rechnungsabgleich in einem System, unabhängig vom eingesetzten ERP im Hintergrund.
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SAP Basis
SAP Basis bezeichnet die technische Betriebsschicht von SAP-Systemen und das Team, das sie administriert. Dazu zählen Systeminstallation, Mandantenverwaltung, Transportwesen, Berechtigungen, Datenbank- und Betriebssystempflege sowie Performance-Überwachung. Ohne funktionierende Basis läuft kein SAP-Modul stabil, unabhängig davon, ob Finanzwesen, Logistik oder Vertrieb im Einsatz sind.
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SAP BTP – Business Technology Platform
SAP BTP, die SAP Business Technology Platform, ist die Cloud-Plattform von SAP für Integration, Datenmanagement, Anwendungsentwicklung und Künstliche Intelligenz. Unternehmen nutzen sie, um SAP-Systeme wie SAP S/4HANA mit anderen Anwendungen zu verbinden und eigene Erweiterungen zu bauen, ohne den Kern der Standardsoftware zu verändern.
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SAP Business AI
SAP Business AI ist der Sammelbegriff für sämtliche KI-Funktionen im SAP-Portfolio. Er umfasst drei Wege: eingebettete KI, die fertig in den Anwendungen steckt, den Assistenten Joule samt seinen Agenten, und die AI Foundation auf der SAP BTP für eigene Modelle. Alle drei greifen auf dieselben Geschäftsdaten und Berechtigungen zu.
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SAP Business Data Cloud
Die SAP Business Data Cloud (BDC) ist das Software-as-a-Service-Angebot von SAP für Daten und Analytik. Sie bündelt SAP Datasphere, SAP Analytics Cloud und SAP BW als verwaltete Services, ergänzt um kuratierte Datenprodukte aus SAP-Anwendungen und eine Databricks-Integration für Data Science und KI-Szenarien.
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SAP Business One
SAP Business One ist ein ERP-System, das SAP gezielt für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt hat. Es bündelt Finanzbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Lager und Produktion in einer Anwendung mit einheitlicher Datenbasis. Anders als SAP S/4HANA richtet es sich an Betriebe mit überschaubarer Prozesskomplexität und begrenztem IT-Team.
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SAP Cloud ALM
SAP Cloud ALM ist die cloudbasierte Plattform für Application Lifecycle Management, die Projektsteuerung, Testmanagement und Systemüberwachung für SAP S/4HANA Cloud und zunehmend auch On-Premise-Landschaften bündelt. Sie löst langfristig den SAP Solution Manager ab und läuft direkt auf der SAP Business Technology Platform ohne eigene Systeminstallation.
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SAP Cloud ERP
SAP Cloud ERP ist der Name, unter dem SAP seit 2025 sein Cloud-ERP führt. Aus SAP S/4HANA Cloud Public Edition wurde SAP Cloud ERP, aus der Private Edition SAP Cloud ERP Private. Technisch ändert die Umbenennung nichts: Funktionsumfang, Architektur und Verträge bleiben, nur die Produktnamen sind neue.
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SAP Cloud Identity Services
SAP Cloud Identity Services ist ein Bündel cloudbasierter Dienste für Identitäts- und Zugriffsverwaltung in SAP-Landschaften, bestehend aus Identity Authentication Service und Identity Provisioning Service. Es steuert Single Sign-on, Benutzeranlage und Rollenzuweisung zentral über alle angebundenen SAP- und Nicht-SAP-Systeme hinweg und ersetzt schrittweise ältere Identity-Management-Lösungen.
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SAP Commerce Cloud
SAP Commerce Cloud ist die E-Commerce-Plattform der SAP für B2B- und B2C-Onlinehandel. Sie bündelt Produktinformationsmanagement, Shop-Frontend und Auftragsabwicklung in einem System und verbindet sie mit SAP S/4HANA oder SAP ECC im Hintergrund. Unternehmen mit komplexen Sortimenten und mehreren Vertriebskanälen steuern damit ihren digitalen Verkauf zentral.
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SAP Customer Data Cloud
SAP Customer Data Cloud ist die Lösung der SAP für Customer Identity and Access Management, kurz CIAM. Sie verwaltet Anmeldung, Profildaten und Einwilligungen von Endkunden über verschiedene Kanäle hinweg und bündelt das Consent-Management nach DSGVO. Unternehmen mit vielen Endkundenkonten nutzen sie als zentrale Identitätsdrehscheibe.
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SAP Datasphere
SAP Datasphere ist das Cloud-Data-Warehouse von SAP auf der Business Technology Platform. Es verbindet SAP- und Fremdquellen, modelliert daraus ein gemeinsames semantisches Datenmodell und behält Geschäftskontext wie Währungen, Hierarchien und Berechtigungen bei. Innerhalb der SAP Business Data Cloud bildet Datasphere die zentrale Datenschicht.
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SAP Digital Manufacturing
SAP Digital Manufacturing, kurz SAP DM, ist das cloudbasierte Manufacturing Execution System von SAP. Es führt Fertigungsaufträge auf dem Shopfloor aus, erfasst Rückmeldungen, prüft Qualität und wertet Anlagendaten aus. Bis 2023 hieß das Produkt SAP Digital Manufacturing Cloud, kurz DMC.
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SAP EarlyWatch Alert
Der SAP EarlyWatch Alert ist ein automatisierter Bericht, der regelmäßig den technischen Zustand eines SAP-Systems prüft. Er bewertet Performance, Datenbankwachstum, Sicherheitseinstellungen und offene Wartungsthemen und markiert kritische Werte farblich. Betriebsteams erkennen damit frühzeitig, wo im System nachgearbeitet werden muss, bevor daraus eine Störung wird.
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SAP ECC (ERP Central Component)
SAP ECC, die ERP Central Component, ist die zentrale Anwendung von SAP ERP 6.0 und damit das Herz der SAP Business Suite 7. Sie folgte auf SAP R/3 und wurde 2015 von SAP S/4HANA abgelöst. Die reguläre Wartung endet am 31. Dezember 2027.
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SAP Emarsys
SAP Emarsys ist eine cloudbasierte Marketing-Automation-Plattform, mit der Unternehmen personalisierte Kampagnen über E-Mail, SMS, Web und Mobile steuern. Sie sammelt Kundendaten aus Shop, CRM und weiteren Quellen und verknüpft sie mit vorgefertigten Strategiebausteinen für Szenarien wie Willkommensserien, Warenkorbabbrecher oder Reaktivierung. Ziel ist Marketing, das auf tatsächlichem Kundenverhalten aufbaut statt auf pauschalen Massenaussendungen.
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SAP FSM – Field Service Management
SAP FSM ist die Cloud-Lösung der SAP für die Planung und Steuerung von Technikereinsätzen im Außendienst. Sie disponiert Aufträge, plant Routen und Ersatzteile und stellt Technikern eine mobile App für die Dokumentation vor Ort bereit. Serviceunternehmen mit Wartungs- oder Reparaturaufträgen steuern damit ihren gesamten Field-Service-Prozess.
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SAP GTS – Global Trade Services
SAP GTS (Global Trade Services) automatisiert Außenhandelsprozesse: Sanktionslistenprüfung, Exportkontrolle, Zollabwicklung und Präferenzkalkulation. Das System läuft als eigene Installation neben dem ERP, prüft dessen Belege in Echtzeit und blockt kritische Vorgänge, bevor Ware das Haus verlässt. Die aktuelle Ausprägung ist die Edition for SAP HANA.
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SAP HANA
SAP HANA ist die spaltenorientierte In-Memory-Datenbank von SAP. Sie verarbeitet Daten im Arbeitsspeicher statt auf der Festplatte und bildet die technische Grundlage von SAP S/4HANA sowie SAP BW/4HANA. Anwendungen greifen direkt auf Bewegungsdaten zu, separate Aggregatstabellen für Auswertungen entfallen weitgehend.
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SAP IBP – Integrated Business Planning
SAP IBP (Integrated Business Planning) ist die cloudbasierte Planungslösung von SAP für die Lieferkette. Module für Absatzplanung, Bestandsoptimierung, Netzwerkplanung, Sales and Operations Planning und ein Control Tower decken die taktische Planung ab. IBP ist der Nachfolger von SAP APO für Prognose und Netzwerkplanung.
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SAP Integration Suite
Die SAP Integration Suite ist eine cloudbasierte Plattform innerhalb von SAP BTP, die Anwendungen, Systeme und Datenquellen über vordefinierte Adapter und Schnittstellen miteinander verbindet. Sie bündelt Cloud Integration, API Management und Prozessautomatisierung in einem Werkzeug und übernimmt Datenaustausch zwischen SAP- und Nicht-SAP-Systemen ohne Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.
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SAP IS-U
SAP IS-U ist die Branchenlösung für Energie-, Wasser- und Entsorgungsversorger sowie kommunale Unternehmen in SAP ERP und SAP S/4HANA. Sie verwaltet Verträge, Zählpunkte und Geräte und rechnet Verbrauch periodisch oder anlassbezogen ab. IS-U ersetzt dabei die klassische Debitorenbuchhaltung durch das spezialisierte Vertragskontokorrent FI-CA.
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SAP Joule
SAP Joule ist der KI-Assistent von SAP. Er ist direkt in SAP-Anwendungen wie S/4HANA Cloud, SuccessFactors oder die SAP Analytics Cloud eingebettet und beantwortet Fragen in natürlicher Sprache, navigiert zu Anwendungen und unterstützt bei Routineaufgaben. Die Antworten basieren auf den Daten und Berechtigungen des angemeldeten Anwenders.
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SAP NetWeaver
SAP NetWeaver ist die technische Integrations- und Anwendungsplattform, auf der SAP ECC und viele ältere SAP-Systeme laufen. Sie bündelt Anwendungsserver, Datenbankanbindung, Benutzerverwaltung und Entwicklungsumgebung in einer Schicht. Mit S/4HANA und der SAP Business Technology Platform verliert NetWeaver schrittweise an Bedeutung.
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SAP Note (SAP-Hinweis)
Eine SAP Note, auch SAP-Hinweis genannt, ist ein offizielles Korrektur- oder Informationsdokument, das SAP zu einem konkreten Fehler oder Sachverhalt veröffentlicht. Sie enthält Programmkorrekturen, manuelle Anweisungen oder reine Hintergrundinformation und wird über das SAP ONE Support Launchpad bereitgestellt. In on-premise-Systemen spielt der Note Assistant, Transaktion SNOTE, sie kontrolliert ein.
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SAP on Azure – Hyperscaler-Betrieb
SAP on Azure bezeichnet den Betrieb von SAP-Systemen auf der Infrastruktur von Microsoft Azure. SAP zertifiziert dafür bestimmte VM-Typen und Speicherarten, hinterlegt in eigenen SAP-Hinweisen. Der Betrieb ist voll unterstützt, setzt aber eine definierte Supportbeziehung zu Microsoft voraus.
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SAP Rollout & Template
Ein SAP Rollout überträgt ein bereits eingeführtes SAP-Referenzsystem, das Template, auf weitere Werke, Landesgesellschaften oder Konzerneinheiten. Das Template bündelt Prozesse, Customizing und Stammdatenstrukturen, die für alle Standorte gelten sollen. Jeder Rollout-Standort übernimmt das Template und ergänzt es um lokale Besonderheiten wie Sprache, Währung oder gesetzliche Anforderungen.
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SAP S/4HANA
SAP S/4HANA ist die SAP-Business-Suite auf Basis der In-Memory-Datenbank SAP HANA. Sie bündelt Finanzwesen, Logistik, Produktion und Vertrieb in einem einheitlichen System und löst die 2027 auslaufende Vorgängergeneration SAP ECC ab. Unternehmen wählen zwischen Public Cloud, Private Cloud und On-Premise-Betrieb.
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SAP S/4HANA Migration Cockpit
Das SAP S/4HANA Migration Cockpit ist die Standardtransaktion LTMC beziehungsweise die Fiori-App Migrationsobjekte, mit der Stammdaten und Bewegungsdaten aus Altsystemen oder Vorlagen in SAP S/4HANA übernommen werden. Es arbeitet mit vordefinierten Migrationsobjekten, die Zielstruktur, Prüfregeln und Mapping bereits enthalten. Anwender füllen Excel-Vorlagen oder greifen über eine Staging-Tabelle direkt auf Quelldaten zu.
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SAP S/4HANA Private Cloud (PCE)
SAP S/4HANA Private Cloud ist die Bereitstellungsform von S/4HANA in einer dedizierten, einem Kunden vorbehaltenen Infrastruktur, betrieben von SAP oder einem Hyperscaler. Sie verbindet die funktionale Tiefe und den Anpassungsspielraum einer klassischen On-Premise-Lösung mit dem Betriebsmodell einer Cloud-Subskription. Vertraglich ist sie meist Teil von RISE with SAP.
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SAP S/4HANA Public Cloud
SAP S/4HANA Public Cloud ist die vollständig standardisierte SaaS-Variante von S/4HANA, betrieben als geteilte Multi-Tenant-Infrastruktur direkt bei SAP. Prozesse orientieren sich eng an den SAP Best Practices, Updates spielt SAP automatisch und quartalsweise ein. Erweiterungen laufen über definierte Extensibility-Konzepte statt über klassisches Customizing oder eigenen ABAP-Code.
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SAP Sales & Service Cloud
SAP Sales & Service Cloud ist eine cloudbasierte Anwendung für Vertrieb und Kundenservice aus dem Portfolio SAP Customer Experience. Vertriebsteams verwalten Leads, Angebote und Aufträge, Serviceteams bearbeiten Anfragen und Tickets. Beide Bereiche greifen auf dieselbe Kundenakte zu, ohne Datenabgleich zwischen getrennten Systemen.
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SAP Signavio
SAP Signavio ist eine Process-Mining- und Prozessmodellierungs-Suite, die Geschäftsprozesse auf Basis realer Systemdaten sichtbar macht und mit Zielprozessen vergleicht. Unternehmen erkennen damit, wo Abläufe vom geplanten Standard abweichen, bevor sie ein neues SAP-System einführen oder Prozesse im Bestand verbessern.
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SAP Solution Manager
Der SAP Solution Manager ist eine zentrale Anwendung zur Verwaltung, Überwachung und Steuerung von SAP-Systemlandschaften über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Er bündelt Change Request Management, Testmanagement, Monitoring und Dokumentation in einem Werkzeug. Mit dem Auslauf klassischer On-Premise-Landschaften verlagert SAP den Funktionsumfang zunehmend in die Cloud-Nachfolgelösung SAP Cloud ALM.
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SAP Standard
SAP Standard bezeichnet den Lieferzustand einer SAP-Software, wie ihn SAP ohne kundenspezifische Anpassungen ausliefert, inklusive vorkonfigurierter Prozesse, Berichte und Best Practices. Er bildet die Grundlage, auf der Unternehmen über Customizing Einstellungen anpassen oder über Eigenentwicklung zusätzliche Funktionen ergänzen. Der Gegenpol ist die individuelle Anpassung am System.
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SAP SuccessFactors
SAP SuccessFactors ist die cloudbasierte HR-Suite von SAP. Sie deckt Personalprozesse von der Stammdatenverwaltung über Recruiting und Onboarding bis zu Lernen, Leistungsbeurteilung und Vergütung ab. SuccessFactors ist der strategische Nachfolger der On-Premise-Lösung SAP HCM und wird im Abonnement betrieben. Das Kernmodul heißt Employee Central.
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SAP Sustainability (Green Ledger, Footprint Management)
SAP Sustainability ist die Produktfamilie von SAP für Nachhaltigkeitsdaten. Sie besteht aus vier Bausteinen: Footprint Management berechnet CO2-Bilanzen, Green Ledger verbucht sie nach Regeln der Buchhaltung, der Control Tower berichtet sie, und der Data Exchange tauscht Produktdaten mit Lieferanten aus.
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SAP TM – Transportation Management
SAP TM (Transportation Management) plant, steuert und rechnet Transporte ab. Das System bündelt Lieferungen zu Frachteinheiten, wählt Spediteure aus, verwaltet Frachtkosten und dokumentiert die Ausführung. SAP TM löst die alte Transportabwicklung LE-TRA aus SAP ECC ab und läuft embedded in SAP S/4HANA oder als eigenes System.
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SAP-Berechtigungen
SAP-Berechtigungen legen fest, welche Transaktionen, Daten und Funktionen ein einzelner Benutzer innerhalb eines SAP-Systems nutzen darf. Sie werden über Rollen gebündelt und einzelnen Anwendern zugewiesen, technisch abgebildet über Berechtigungsobjekte und Berechtigungsfelder. Ein sauberes Berechtigungskonzept ist Voraussetzung für Datenschutz, Funktionstrennung und die Bestehensfähigkeit von Wirtschaftsprüfungen.
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SD – Vertrieb (Sales and Distribution)
SAP SD ist das Modul für Vertrieb und Distribution in SAP ERP und SAP S/4HANA. Es bildet Anfrage, Angebot, Verkaufsauftrag, Lieferung und Faktura entlang des gesamten Verkaufsprozesses ab und prüft dabei Preise, Verfügbarkeit und Kreditlimits. SD verbindet damit Vertrieb, Lager und Finanzbuchhaltung in einem Ablauf.
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Selective Data Transition (Bluefield)
Die Selective Data Transition, auch Bluefield-Ansatz genannt, führt SAP S/4HANA als neues System ein und übernimmt zugleich ausgewählte Historie, Stammdaten und Prozessbausteine aus dem Altsystem. Sie liegt zwischen der kompletten Neueinführung und der technischen Conversion und eignet sich für Landschaften mit einzelnen erhaltenswerten Bereichen.
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Side-by-side Extensibility
Side-by-side Extensibility bezeichnet die Erweiterung von SAP-Systemen über eine separate Plattform, meist die SAP Business Technology Platform, statt direkt im Kernsystem selbst. Individuelle Funktionen, eigene Apps und Integrationen entstehen dort getrennt vom SAP-Standard und bleiben bei Release-Wechseln des Kernsystems vollständig unberührt.
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SLA – Service Level Agreement
Ein Service Level Agreement, kurz SLA, legt vertraglich fest, welche Leistung ein Dienstleister in welcher Qualität und Reaktionszeit erbringt. Im SAP-Betrieb regelt es typischerweise Verfügbarkeit, Reaktions- und Lösungszeiten je Störungskategorie sowie Eskalationswege. Kunde und Anbieter schaffen damit eine messbare Grundlage für die Zusammenarbeit im laufenden Systembetrieb.
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smartSolutions
smartSolutions ist eine Familie von SAP-Add-ons von CPRO für die Logistik, kein SAP-Standard. Sechs Lösungen decken den Lageralltag ab: smartExpress und smartCarrier für KEP- und Speditionsversand am Packtisch, smartSim für die 3D-Simulation, dazu smartLift, smartAutoStore und smartPractice. Jede Lösung ist bei mehreren Kunden produktiv.
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smartY
smartY ist der KI-Assistent von CPRO für SAP-Umgebungen, kein SAP-Standardprodukt. Er ergänzt SAP Joule und Microsoft Copilot dort, wo individuelle Prozesse, Alt-Datenquellen und Spezialrollen beginnen. smartY bindet SAP-Systeme, SharePoint und Datenbanken als Wissensquellen an und übernimmt die Berechtigungen der Quellsysteme. LLM und Hosting bleiben frei wählbar.
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Software as a Service (SaaS)
Software as a Service, kurz SaaS, bezeichnet ein Bereitstellungsmodell, bei dem Anwendungen beim Anbieter laufen und Kunden sie über den Browser gegen ein laufendes Abonnement nutzen. Installation, Betrieb und Updates übernimmt der Anbieter. SAP S/4HANA Public Cloud und SAP Business One sind SAP-Beispiele für dieses Modell.
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Stückliste (BOM)
Die Stückliste (englisch Bill of Material, BOM) listet alle Komponenten, aus denen ein Produkt besteht, mit Menge und Mengeneinheit. In SAP ist sie der zentrale Stammdatensatz für Disposition, Fertigung, Kalkulation und Instandhaltung. Der Planungslauf löst sie Stufe für Stufe auf und leitet daraus die Bedarfe der Komponenten ab.
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Support Package & Enhancement Package
Ein Support Package ist ein von SAP gebündeltes, bereits getestetes Korrekturpaket für eine Softwarekomponente wie SAP_BASIS oder SAP_APPL, das hunderte einzelne SAP Notes zusammenfasst. Das Enhancement Package erweiterte im klassischen SAP ECC zusätzlich den Funktionsumfang, ohne einen vollständigen Releasewechsel nötig zu machen. In SAP S/4HANA übernimmt ein regelmäßiger Feature-Release-Rhythmus diese Aufgabe.
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Systemstilllegung
Systemstilllegung bezeichnet das kontrollierte Abschalten eines SAP-Altsystems, meist nach einer Migration auf eine neue Plattform. Vor der Abschaltung werden alle relevanten Daten vollständig archiviert, damit gesetzliche Aufbewahrungsfristen und Prüfungsanforderungen weiter erfüllt bleiben. Erst wenn die Daten gesichert und auswertbar sind, wird das Altsystem endgültig deaktiviert und die Lizenzen können gekündigt werden.
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Testmanagement
Testmanagement bezeichnet die systematische Planung, Durchführung und Dokumentation von Tests in SAP-Projekten. Es prüft vor dem Go-live, ob Customizing, Eigenentwicklungen und Schnittstellen so funktionieren wie vorgesehen. Dazu gehören Testfälle, Testzyklen, Fehlerprotokolle und die Freigabe durch die Fachbereiche. Ohne strukturiertes Testmanagement bleiben Fehler oft bis in den Produktivbetrieb unentdeckt.
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Transaktion (T-Code)
Eine Transaktion ist ein abgeschlossener Verarbeitungsschritt in SAP, der über einen Transaktionscode (T-Code) wie VA01 oder MM03 aufgerufen wird. Sie führt Anwender zu einer bestimmten Funktion, etwa dem Anlegen eines Auftrags, und sorgt dafür, dass Datenbankänderungen konsistent und mit geprüfter Berechtigung laufen.
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Transportauftrag (STMS)
Ein Transportauftrag bündelt Änderungen an SAP-Objekten wie Customizing oder Programmcode und befördert sie kontrolliert von einem System in das nächste. In einer klassischen Dreisystemlandschaft läuft er vom Entwicklungssystem (DEV) über die Qualitätssicherung (QAS) bis in die Produktion (PRD), gesteuert über das Transport Management System.
T
Universal Journal
Das Universal Journal ist die zentrale Datenstruktur des Finanzwesens in SAP S/4HANA, technisch die Tabelle ACDOCA. Sie führt Finanzbuchhaltung, Controlling, Material Ledger und weitere Nebenbücher in einem einzigen Beleg zusammen, statt sie wie in SAP ECC über mehrere getrennte Tabellen zu verteilen.
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User-Exit
Ein User-Exit ist eine ältere, prozedurale Erweiterungstechnik von SAP, mit der Kunden über feste, von SAP vorgesehene Einsprungpunkte eigene Logik in den Standard einbauen, ohne ihn direkt zu verändern. Gepflegt wird ein User-Exit über die Transaktionen SMOD und CMOD. Für neue Entwicklungen gilt die Technik als abgelöst, in gewachsenen SAP-ECC-Systemen ist sie weiterhin verbreitet.
U
Variantenkonfiguration (LO-VC)
Variantenkonfiguration, auch LO-VC genannt, beschreibt in SAP ein konfigurierbares Material über Merkmale, Klassen und Regeln statt über feste Einzelvarianten. Kunde oder Vertrieb wählen Ausprägungen wie Farbe, Leistung oder Baugröße im Verkaufsauftrag, das System leitet daraus automatisch Stückliste, Arbeitsplan und Preis ab. So lassen sich große Variantenräume ohne Materialflut abbilden.
V
WM – Warehouse Management (Legacy)
SAP WM (Warehouse Management) ist die klassische Lagerverwaltung im SAP-ECC-System, die Lagerplätze, Bestände und Transportaufträge auf Basis von Lagertyp und Lagerplatz steuert. Die Lösung läuft mit dem Wartungsende von SAP ECC aus und wird durch SAP EWM oder die schlankere Stock Room Management-Funktion in S/4HANA abgelöst.
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Zeitwirtschaft (SAP Time Management)
Die Zeitwirtschaft ist die Komponente in SAP HCM, die Arbeitszeiten erfasst, bewertet und an die Abrechnung übergibt. Sie unterscheidet Positiv- und Negativerfassung, rechnet Zuschläge, Salden und Kontingente über Regelwerke aus und liefert die Stunden, aus denen die Entgeltabrechnung anschließend Beträge macht.
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